So wirst du zum Poker Profi

So spielt man gefährliche Blätter beim Poker

So unabhängig vom Glück wie Poker ist wohl kein anderes Glücksspiel. Für Erfolg und Misserfolg ist natürlich die Qualität der Karten entscheidend. Ein anderer Faktor ist aber die Spieldauer. Zwei Stunden oder auch mehr könne Runden teilweise dauern. Pro Partie werden im Schnitt 60 Hände gespielt. Das hebt zumindest ein bisschen die Abhängigkeit von Glück aus. Das die Spieler sich in der Regel mit der besten Taktik durchsetzten ist kein Zufall. Es gibt so einige Pokerblätter vor denen du dich besonders in Acht nehmen solltest. Diese verführen dich dazu in ein Spiel einzusteigen, obwohl du weißt, dass du nicht solltest. Am Ende musst du diese Fehlentscheidung dann noch mit einem Berg Chips bezahlen. Besondere Aufmerksamkeit solltest du diesen Blättern schenken:

Die Asse:

Die ultimativen Hole Cards sind die sogenannten Pocket Asse. Jedenfalls könnte man dies glauben. In der frühen Spielphase ist der Wert dieses Blattes riesig. Da sich am Flop die Situation komplett ändern kann, fällt der Wert aber kurz danach ab. Eines der Spieler könnte nämlich einen Drilling erhalten oder einen Straight oder zwei Paare oder auch einen Flush Draw aufbauen. Diesen vervollständigt er wohl möglich am River. Oft mit sogenannten Implied Odds arbeiten Spieler in No Limit- oder auch Pot Limit Spielen. Vor dem Flop callen diese Spieler und versuchen zugleich, einen Draw oder ein besseres Blatt zu bilden, um dann in Folge dessen erhöhen zu können. Wenn du diese Asse spielen möchtest, solltest du sie früh und stark spielen. Deinen Gegnern solltest du die Implied Odds verweigern. Auch kannst du mit dieser Taktik erahnen, was die Caller am Flop erhalten haben.

Die B-B Karten:

Du kannst ein Vermögen mit den sogenannten „Fischhaken“verlieren. Als eines der schwierigsten Blätter gelten sie deshalb. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, das wenn du mit ihnen erhöhst und diese von die gecallt werden, dass zumindest dir der Flop dann zur Folge eine höhere Karte beschert. Die Gefahr von Damen, Königen und Assen besteht jedoch noch immer, selbst wenn dies nicht passiert. Wenn dich jemand re-raist, dann kannst du davon ausgehen, dass der Spieler entweder etwas wie Ass-König, Ass-Dame oder ein hohes Paar hält. Darum bist du entweder ein großer Außenseiter oder kleiner Favorit. Beim Pokern versucht man gerade dieser Ungewissheit aus dem Weg zu gehen.

Das Spielen von Pocket Paaren:

Zu den ertragreichsten Pokerblättern zählen Pocket Paare. Jedoch sollten diese nicht falsch gespielt werden, da sonst große Einbußen die Folge sein können. Solche Blätter spielst du am besten in den Deep Stack Bargeldspielen oder zu Beginn in Turnieren mit hohen Einsätzen. Sobald du aber am Flop angekommen bist, solltest du dem professionellen Rat glauben: „Kein Set, keine Bet“.

Das A-x Blatt:

Ach wenn so manch einer glaubt das dieses Blatt ein Grund zum Jubeln sein, bleibt ein schwaches Ass eben ein schwaches Ass. Im gesamten Spiel stellt dies sogar eines der gefährlichsten Blätter dar. Wer hier kein Experte ist, spielt diese Kombination auf eigene Gefahr aus. Schließlich ist gar kein Blatt besser als ein Blatt mit einem Loch. Ohne Blatt verlierst du nun mal auch kein Geld.

Das Blatt König-Bube:

So wie Könige oder Damen oder ein Paar Asse, ist dieses Blatt nicht einfach spielbar. Hingegen ist auch keines das man automatisch passen sollte. Mit K-B kannst du in einer frühen Spielphase nur wenig gewinnen. Jedoch viel wichtiger ist, das du aber viel verlieren kannst. Dies ist vor allem der Fall, wenn das Spiel aggressiv verläuft. Dieses Blatt in den frühen Positionen aus zu spielen macht dich viel mehr für einen gegnerischen Raise angreifbar. Nie mit Sicherheit kannst du wissen, auch wenn du einen König oder Buben floppst, ob du gerade das beste Blatt hast. Du kannst es entweder mit einem spekulativen Raise oder indem du deinen Gener callst veruschen herauszufinden. Von da an ist dann alles möglich.

Das D-B Blatt:

Auch wenn Bildkarten schön aussehen können, können sie dich dennoch in viele Schwierigkeiten bringen. Zum einen sind es zwar hohe Karten, zum anderen aber können sie dich in Bedrängnisse bringen und sie verlieren gegen jedes Ass. Wenn es schnell gehen muss und sie in späteren Positionen spielbar sind oder sie die gleiche Garbe haben, sind es defensive und mittelmäßige Blätter.

Die 9-8 Karten:

Solange sie kostengünstig und vorsichtig gespielt werden, sind Suited Connectors oft nützliche Blätter. Bei einem Flop vermutet nämlich niemand bei A-6-5 einen Monster Flush Draw oder bei einem Flop mit 6-7-10 eine Straße. Das du gegen ein höheres Flush oder eine höhere Straße den Kürzeren ziehst oder garantiert alle deine Chips einbüßt, dazu besteht nicht die minimale Möglichkeit. Gegen welche anderen Blätter du möglicherweise antreten müsst, solltest du bei Straight Draws bedenken. Ein 9-8 sieht bei einem Flop von D-B-10 sehr gut aus, jedoch nur so lange bis ein Spieler A-K aufdeckt.

PS: Wenn du damit nicht viel anfangen kannst, solltest du es vielleicht lieber mit Sportwetten versuchen.