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Poker Spielertypen: So kannst du sie unterschieden und ausnehmen!

Es gibt insgesamt acht Poker Spielertypen. Nachfolgend erfährst Du wie sich die einzelnen Spieler unterscheiden, welche Pokerstrategie sie nutzen und wie du am besten gegen sie spielst.

Da Du nach dem Spiel einen Gegner nicht mehr wiedersehen wirst, hat es keinen Sinn, besondere Reads zu entwickeln und die speziellen Eigenarten jedes einzelnen Poker Spielers zu erforschen. Es ist nur wichtig zu wissen, welche bestimmte Poker Spielertypenes gibt und welche Konterstrategien du dich dafür überlegen solltest. Zuerst aber solltest du wissen, worin sich diese Typen und ihre Poker Spielweisen unterscheiden. Zwei Fragen sind interessant:

  • Spielt der Gegner wenig oder viele Hände?
  • Ist das gegnerische Spiel passiv oder eher aggressiv?

Ist ein Spieler locker in der Kartenauswahl, wird er als „Loose“ bezeichnet. Ein bedachter Spieler, der sich zurückhaltend zeigt, ist ein „Tight“. Hier sind die Karten vor dem Flop, sprich vor dem Einstieg in das Spiel gemeint. Aber auch der Tight ist ebenfalls nach einem Flop noch gültig. Eine weitere Frag: wie spielt der Pokerspieler? Ist er aggressiv, dann kannst du die Pokerstrategie: Checkraise anwenden. In diesem Fall schiebst du, der Gegner setzt und du erhöhst. Das solltest Du aber nur riskieren, wenn der Pokerspieler richtig aggressiv spielt. Eine andere Variante ist der Bluffinduce. Hier kannst du mit Schwäche Deinen Gegner dazu bringen, dass dieser versucht dich zu bluffen. Das macht auch nur ein aggressiver Spieler, denn ein passiver Spieler blufft kaum.

Die passiven Pokerspieler eignen sich am besten für die Valuebets. Hier hast du eine gute Hand dein Gegner neigt dazu, seine zurückhaltende Art am Pokertisch zu zeigen. An dieser Stelle ist es deine Chance zu setzen, denn das wird der Gegner bestimmt nicht tun. Wie auch immer dein Gegner spielt, für dich ist es wichtig, immer das Gegenteil zu tun: wenn der Gegner „loose“ ist, solltest du „tight“ sein oder umgekehrt. Merke Dir diese Pokerstrategie! Genauso ist es beim Bluff. Wenn der Gegner blufft, dann zeigst du passive Poker Spielweisen. Ist er passiv, dann ist es an dir die Initiative zu übernehmen. Denke niemals der Gegner spielt jede Hand; es ist immer das Gegenteil der Fall.

Der Rock Pokerspieler

Der Extreme ist der Rock Spielertyp. Dieser sitzt einfach nur stundenlang vor dem Spiel und wartet nicht auf bessere Karten, sondern auf die Super-Karten. Wenn diese Poker Spielertypen anfangen Action zu machen, kannst Du davon ausgehen, dass der Gegner mindestens Asse auf der Hand hat. Er ist sehr von sich eingenommen und leicht zu durchschauen. Das Spiel gegen ihn ist recht einfach. Ignoriere ihn und greife die Blinds an. Sobald er deine Erhöhung mitgegangen ist, dann kannst du immer ein Continuationbet bringen. Wenn er dann Action macht, dann halte dich fern von ihm. Auch wenn es nur kleine Limits sind; er wird immer Gewinne erzielen. Dafür braucht er aber einen, der da mitzieht. Der Rock macht seine Gewinne mit den Spielern, die ihre Karten einfach nicht spielen und die im falschen Moment zu bluffen anfangen. Wenn er seit Stunden nicht einmal setzt, dann denken die anderen, dass er nur blufft, wenn er auf einmal zu setzen anfängt. Das ist seine Pokerstrategie.

Der Nit-Spieler

Die Nit-Variante ist die etwas softere Art im Vergleich zum Rock-Pokerspieler. Dieser Spieler möchte gern Poker spielen, hat aber mit dem „tight“ etwas falsch verstanden. Beim Chart Nit besorgt sich der Spieler ein Starting Hand Chart und spielt vor dem Flop sauber und sehr aggressiv. Leider ist der Chart Nit am Turn, Flop und River verloren. Hier gilt dasselbe Prinzip wie gegen den Rock. Aggressiv vorgehen nützt dir und deinem Bankroll enorm. Wenn der Nit-Spieler versucht immer wieder die Karten wegzuwerfen, dann bietet ihr genau diesen Grund. Ein Nit-Spieler blufft eher selten bei denPoker Spielweisen, außer bei der Continuationbet. Gehe nicht auf irgendwelche Einsätze ein, der Nit-Spieler schiebt beim Turn noch einen Einsatz hinterher und das weist auch fast immer auf eine gute bis starke Hand hin.

Der weak tight Pokerspieler

Bei diesem Pokerspieler besteht das Problem, dass er nicht mit Aggressivität zu Recht kommt und sich darum nicht wagt, das Richtige zu tun. Das wirst Du nicht gleich bemerken. Aber im Laufe des Spiels wirst du sehen, dass er immer den Fold als Lösung wählt; aber immer dann, wenn er durch das aggressive Pokern seinen Gegner als Problem ansieht. Du solltest den weak tighten Pokerspieler oft mit seinen Blinds angreifen. Mit einer gesunden Portion Aggressivität wirst Du schnell sein Geld zu Deinem Geld machen.

Der Tag Stil Spieler

Der Tag Stil ist mit einem[sociallocker] tight aggressiven Spieler zu vergleichen und kann zu deinem Problem werden. Denn wenn Du Pokern kannst, dann nutzt auch Du den Tag Stil. Du musst, wenn Du die Poker Strategien von diesem Spiel verstanden hast, nur überlegen, wo Deine Schwachstellen sind und schon kennst Du auch die Deines Gegners genau. Tags sind sehr gut, um zu üben. Du kannst die Blinds von dem Tag angreifen, aber nur ganz vorsichtig. Eigentlich solltest Du bei diesem Poker Spielertypen nur bedenken, dass er nicht Dein Gegner ist. Du solltest Dich um die wirklichen Gegner kümmern. Wenn keine richtigen Gegner da sind, die sich lohnen, dann suche Dir einen anderen. Lerne mit den Tags Deine Schwachstellen zu finden, aber diese sind keine wahren Gegner, bei denen Du Geld machen kannst.

Der Maniac Spieler

Dieser Spieler ist der James Dean der Poker Spieler. Er zeigt sich gerne unbezähmbar und wild. Leider aber ist er nicht so cool in seiner Art: er spielt sehr aggressiv und er ist der King der Spieler. Er blufft gerne. Gebe ihm die Gelegenheit dazu. Bei der Maniac Variante wirkt besser, wenn Du tight spielst und Bluffs induzierst. Aber unterlasse eigene Bluffs. Warte bis Du eine gute Hand hast und stelle Dich unschuldig. Verzichte auf Zweikämpfe mit dem Maniac. Im Poker geht es immer um Profit und vor allem um die richtige Entscheidung. Versuche immer strategisch zu spielen und so viel Geld wie es nur geht von ihm zu bekommen. Wenn Du den Wunsch verspürst, ihm nicht nur sein Geld abzunehmen, sondern ihm auch „weh“ zu tun, dann solltest Du den Tisch wechseln. Das dürfte profitabler sein.

Der LAG Spieler

Der Ausdruck LAG steht für „loose“ aggressiv. Dieser Poker Spieler spielt in der Regel viele Hände, aber diese auf eine sehr aggressive Art und Weise. In dieser Beziehung ähnelt er dem Maniac. Was auffällt, auf den Limits gibt es keine LAGs. Diese finden sich eher beim Full Tilt Poker. Der LAG kann nach dem Flop viel herausholen und er trifft in den marginalen Situationen immer die richtige Entscheidung, außerdem lebt er davon, dass die anderen Spieler ihn grundsätzlich unterschätzen, was ihn einem Maniac gleich kommen lässt. Auch hier ist es empfehlenswert, dich nicht auf die Poker Strategien einzulassen, aber es ist möglich, ihm Respekt einzuflößen, denn der LAG meint, dass seine Poker Strategien die Richtigen sind.

Die Callingstation Poker Spieler

Diese Poker Spieler ist mittlerweile schon selten geworden, aber ab und an triffst du diese noch an. Er geht mit, wird aber auch bei sehr guten Blättern in der Regel nicht oder nur selten aktiv. Versuche nicht so viel Zeit in diese Poker Spielweise zu setzen, um den Sinn zu verstehen. Du solltest Dich auf diese Konterstrategie konzentrieren. Bedenke:

  1. Niemals eine Callingstation bluffen
  2. Wenn Du eine Hand hast, dann setze sie
  3. Setze mit mittelstarken Händen, denn die CS findet auch einen Grund
    mitzugehen, auch bei schlechteren Karten
  4. Denke daran, wenn die CS auf Action macht, dann hast du ein riesen Fisch an der Angel
  5. Denke daran, deine Draws passiv zu spielen, denn die CS gibt dir gerne Freecards

Spiele ein nettes Blatt und versuche durch Einsätze, das Maximum aus ihr herauszuholen. Lässt Du Dich nicht auf einen Tilt ein, dann hast Du ein sehr einfaches Poker Spiel, aber Callingstations können extrem nervig werden, wenn sie erst einmal einen Lauf haben. Wenn es dich nervt, suche Dir besser einen neuen Poker Tisch.

Der Donkey Spieler

Der Donkey, auch Esel genannt, ist ein recht schlechter Spieler, denn seine Poker Spielweisen sind einfach nur sinnlos. Der Donkey sieht gerne den Flop auf den kleinen Limits und kann nicht verstehen, warum Du den Flop immer wieder erhöhst. Denn er meint, dass Du ja gar nicht wüsstest, was für Karten noch kommen. Es hält ihn aber nicht davon ab, trotz noch viel schlechterer Karten stets mitzugehen. Er blufft immer auch, wenn seine Poker Spielweisen gar keinen Sinn machen. Er ist einfach ein guter Spieler, vor allem für Deinen Bankroll. Er legt auch gern sein Geld in die Mitte, riecht er wieder mal einen Bluff. Aber es ist Vorsicht geboten, denn er kann auch ganz schnell je nach Gewinn oder Verlustlage zu einem Maniac werden. Der Donkey ändert seine Stimmung und seine Poker Strategien mehrmals im Laufe einer Session. Das Talent dieses Spieler: der Tilt. Die Spieler haben bestimmte Poker Strategien, mit denen sie es schaffen, ihre Gegner auf Tilt zu bringen. Hast Du einen Donkey an deinem Tisch, dann spiele mit ihm ein ganz einfaches ABC Poker. Das sind die besten Poker Spielweisen, aber schaue ihn Dir dabei genau an. Hast Du ihn erst einmal durchschaut, dann kannst Du ihm Stück für Stück das Geld aus der Tasche ziehen. Die Donkeys haben alle gemeinsam dieselbe Poker Spielweise: sie weisen leicht zu entdeckende Angriffspunkte auf. Es sei denn, er trifft zum wiederholten Male am River einen Gutshot oder 2-Outer. Dann musst Du Deine Nerven bewahren und versuche nicht auf Tilt zu gehen oder vielleicht sogar den Tisch zu verlassen. Solltest Du darauf eingehen, den Donkey zu spielen, dann wünsche dir etwas mehr als nur Verluste beim Poker.

Das Fazit zu den Spielertypen

Du musst Dir bewusst sein, dass Du kein Geld machst, nur weil Du mal die besseren Karten besitzt. Die besseren Karten hat jeder irgendwann mal. Du kannst nur Geld gewinnen, wenn Du besser bist als Dein Gegner. Das Gleiche gilt auch für Deine schlechteren Karten. Wenn Du Dir erst Deine Bankroll aufbaust, ist es vollkommen sinnlos Dir die schwereren Gegner auszusuchen. Überdenke zu jederzeit Deine Pokerstrategie und halte Ausschau nach den Nits und den Callingstations und wenn Du ganz starke Nerven hast auch nach den Maniacs. Die schweren Gegner hebe sie Dir für später auf. Für die kleinen Limits gibt es genug Donkeys. Suche diese und nimm sie aus. Baue Deine Bankroll auf, das ist das wichtigste. Du weißt, nach wem Du suchen musst. Du kannst Deine Gegner wie folgt erkennen und einordnen:

  1. Die Auswahl der Karten
  2. Die Aggressivität der Gegner
  3. Die Anzahl der Tische
  4. Stacksize
  5. Die Besonderheiten in dem Setzverhalten

Mittels der Konterstrategie kannst Du ziemlich profitabel gegen Deine Gegner spielen; auf die leichteste Art und Weise. Du musst nicht nur deutlich machen, was die Gewohnheiten sowie die Lieblingsbutton der Callingstation sind, um von guten Gewinnen gegen alle Spielertypen erzielen zu können. Solltest Du nicht zu viel callen wollen, dann beschäftige dich am besten mit den Starthänden und der gewünschten Position. Dann wird dir mit Sicherheit deutlich, dass ihr von mehr Geld profitieren könnt, wenn du hin und wieder den Raise Button benutzen willst.

Für welche Pokerstrategie entscheidest du dich? Finde die geeignete Spielweise für dich heraus! Nach einigen Spielen wirst du deine Spielvariante gefunden haben. Habe Spaß![/sociallocker]

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