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MTT Strategie: Die besten Tipps für Muli Table Turniere!

MTT StrategieEntscheidet man sich für die Teilnahme an einem Multi Table Poker Turnier, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sich diese von den bekannten Single Table Turnieren durch einige wichtige Dinge unterscheiden.

Der erste große Unterschied hierbei ist die teilweise immense Anzahl an Gegnern, die es zu bezwingen gilt. Des Weiteren können sich Multi Table Turniere nicht selten über viele Stunden, wenn nicht gar Tage hinziehen, was sich wiederum durch die Anzahl der Teilnehmer bedingt.

Zu guter Letzt ist der mögliche Gewinn bei einem Multi Table Turnier meist wesentlich größer als dies bei einem Single Table Poker Turnier der Fall ist. Wohlgemerkt, wir sprechen hier von nicht selten Hunderte oder gar Tausende von Euro. Manchmal kann es hierbei sogar um Millionen gehen!

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Multi Table Turniere schwieriger zu spielen sind, da der Spieler sich in den verschiedenen Stadien des Spiels auf immer neue Gegner einstellen muss und dementsprechend auch seine eigene Spielweise anpassen muss. Um erfolgreich aus einem solchen Turnier zu gehen, gilt es deswegen, eine gute Strategie zu entwickeln, die einen sicher durch die teilweise stürmischen Gefilde schifft.

Was ist bei MTT grundsätzlich zu beachten?

Die Teilnahme an Multi Table Turnieren stellt eine der gewinnbringendsten Möglichkeiten dar, Poker zu spielen. Wie man bereits im Fernsehen mitverfolgen konnte, kaufen sich bei diesen Turnieren Spieler für viel Geld in der Hoffnung ein, sich durch die einzelnen Stadien durchzuzwengen. Das letztendliche Ziel bei einem solchen Vorhaben ist selbstverständlich unter dem Strich einen möglichst großen Gewinn herauszuholen.

Diese Multi Table Turniere erscheinen nahezu jedem sehr groß und umfangreich. Und doch ist vielen Zuschauern aber auch vielen Spielern, die auf diesem Gebiet neu sind, nicht klar, wie umfangreich solche Turniere sind und dass nicht selten 5000 Spieler oder mehr sich daran beteiligen.

Sieht man sich einmal die Resultate an, werden letztendlich von all diesen Teilnehmern nur 20 bis 30 % für ihre Bemühungen belohnt und verdienen Geld damit. Um dies noch einmal zu verdeutlichen, sei gesagt, dass also 70 bis 80 % der Teilnehmer manchmal über Stunden oder Tage spielen und am Schluss doch mit leeren Händen dastehen.

Aus diesem Grund gilt es auch, sich für solche Turniere eine gute und eigene Turnier Strategie zurechtzulegen. Diese sollte sich grundsätzlich von der Strategie unterscheiden, die man im Normalfall bei Single Table Turnieren, Sit n go Spielen oder einfachen Pokerspielen an den Tag legt.

Für all jene, die mit der Teilnahme an einem solchen Multi Table Turniers liebäugeln, habe ich ein paar Tipps und Tricks sowie Strategien zusammengetragen, mit denen man sehr gut über die früheren Stadien kommt.

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Die frühe MTT Strategie

Gerade bei MTT Turnieren ist es wichtig, sich eine gute Strategie zurecht zulegen, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass nur ein geringer Prozentsatz einen Gewinn einfahren wird. Um also Geld zu verdienen, gilt es zunächst einmal in den frühen Stadien zu überleben.

Sicher könnte man meinen, dass der eigentliche Schwerpunkt auf einem möglichst guten Gewinn liegen sollte. Jedoch sollte man hierbei nicht vergessen, dass die Wahrscheinlichkeit, überhaupt Geld zu bekommen, größer ist, als die Chance das Turnier zu gewinnen. Auf diese Weise kann man dann das nächste Turnier spielen und so weiter.

Deswegen ist es gerade in der frühen Phase eines Multi Table Turniers für den Spieler wichtig, sogenanntes ABC Poker zu spielen. Grundsätzlich bedeutet dies, dass man erhöht, wenn man eine gute Hand hat, aussteigt, wenn man keine gute Hand hat und seine Hand im Bezug auf die Position spielt. Dies dient dazu, möglichst viele Chips anzusammeln und sich so in eine gute Anfangssituation für die späteren Runden zu bringen.

Selbstverständlich bieten sich auch hier gute Gelegenheiten für einen Bluff oder für den Versuch zu stehlen, jedoch sind die Blind an diesem Punkt in einem MTT so gering, dass sie das Risiko eigentlich nicht wert sind.

Der beste Weg, um diesen Zustand zu erreichen, ist, sich auf die richtigen Starthände zu konzentrieren und diese so gut wie möglich zu spielen, auch wenn es jetzt wie ein ausgelatschter Schuh erscheint. Dieser Punkt ist sehr wichtig, da man sich vor Augen halten muss, dass nahezu jeder Spieler eines solchen Turniers das gleiche Ziel hat, nämlich viel Geld anzuhäufen.

Spielt man also Hände, die wenig Erfolg versprechend sind in der Hoffnung auf einen riesigen Flop, ist dies nicht nur unschön, sondern auch sehr riskant. Man erreicht damit höchstens eine Zeit- und Geldverschwendung für sich selbst und die anderen Teilnehmer.

Ebenso spielt die Zeit eine sehr große Rolle, seit es allgemein üblich geworden ist, über Stunden oder Tage mit dem Ziel zu spielen, viel Geld anzuhäufen, statt an den finalen Tisch zu kommen. Aus all diesen Gründen lautet meine Empfehlung für Starthände, die ein Spiel lohnen wie folgt:

  • Frühe Position: AA – BB / AK – AD / suited AK off suit
  • Mittlere Position: AA – 10 10 / AK – AB suited und off suit
  • Späte Position: AA – 8 8 / AK – A10 suited und off suit, connectors (suited oder nicht) je nach Situation

Schaut man sich diese Tabelle einmal an, mag einem diese Auswahl sehr gering erscheinen. Dennoch sollte man an diesem Punkt noch einmal vor Augen halten, dass das oberste Ziel ist, Gegner zu überdauern, die bereitwilliger Risiken eingehen und diese auszubooten.

Es ist also essenziell für das Überleben in einem Turnier, keine Hände zu spielen, die geringer als ein Paar sind oder auch Out of Position zu spielen. Dies würde einem die Entscheidungen nur erschweren, je weiter die Runde voranschreitet, und kann einem letztendlich aus dem Turnier kicken.

Und doch heißt dies gleichzeitig nicht, dass das Gap Konzept dadurch außer Kraft gesetzt wird. Dies bedeutet, wenn man sich in einer späten Position befindet und in einer früheren Position ein Raise gemacht wird, sollte man hierbei nur dann mitgehen, wenn man eine Hand hält, die besser ist als eine Hand, mit der man in seiner eigenen Position erhöhen würde.

Dagegen sollte man auch einige Dinge dringlichst vermeiden. Dazu gehören überhebliche Bluffs, das Stehlen von Blinds, oder eine Slow Play Spielweise. Bei Multi Table Turnieren befinden sich die Tischlimits in diesen Stadien bei 20/40, 30/60, 50/100, 75/100 und so weiter, was realistisch betrachtet wirklich noch nicht genug Geld ist, um dafür seine eigenen Chips zu riskieren.

Andere Tische im Auge behalten

Ein MTT kann sich ganz schön in die Länge ziehen. Da kann man schon in die Versuchung kommen, sich die Zeit mit Lesen, Musik hören oder Internetsurfen zu vertreiben. Davon ist jedoch dringend abzuraten, da es viel interessanter ist, seine Gegner zu beobachten, nicht zuletzt aus dem Grund, dass es einem einen Nutzen bringen kann.

Da es nur eine Frage der Zeit ist, bis man gegen diese Teilnehmer antreten muss, kann es einem einen wesentlichen Vorteil einbringen, wenn man deren Spielweise und Eigenheiten ausgiebig studiert hat.

Man sollte dabei ein besonderes Augenmerk auf folgende Dinge haben: Spielt der Gegner gute oder nichtige Hände? Welche Wettgewohnheiten legt der Gegner an den Tag? Welche Karten spielt der Gegner in welcher Position? Und zu guter Letzt: Was für Karten zeigt der Gegner beim Showdown? All diese Informationen bekommt man absolut kostenlos und sollte man sich nicht entgehen lassen.

So wichtig es auch ist, die anderen Teilnehmer zu beobachten, sollte man auch immer ein Auge auf das komplette Turnier haben. Hierbei sollte man stets die Levels, Antes und die durchschnittlichen Chips Stacks studieren, was einem wiederum viele Entscheidungen zu einem späteren Zeitpunkt erleichtern wird.

Nie die Geduld verlieren

Geduld ist selbstverständlich nicht nur in den frühen Stadien eines MTT´s von Bedeutung, sondern während des kompletten Turniers. Dennoch spielt Geduld gerade am Anfang eine wichtige Rolle, da hier wenig Action am Tisch stattfindet und die Blinds noch sehr gering sind. Der gravierende Unterschied zwischen einem geduldigen Spieler und einem ungeduldigen Spieler ist meist, dass der geduldige im Turnier weiter kommt als sein Kontrahent.

Man sollte sich also nicht aus Langeweile zum Handeln bewegen lassen, da dies sogar sehr unklug wäre. Die richtigen Hände werden über kurz oder lang kommen, und man braucht so viele Chips wie möglich für sie. Ungeduldige Spieler verlieren Teile ihres Stacks und blockieren sich auf Dauer selbst.

Das Bankroll Management bei einem MTT

Auch wenn es den Anschein hat, als hätte das Bankroll keinen Einfluss auf die Spielweise eines Teilnehmers, hat dies sehr wohl einen Einfluss darauf. Nimmt man zum Beispiel in einem Casino online an einem No Limit Holdem Turnier teil, und hat sich hierfür mit seinem kompletten Bankroll eingekauft, neigt man dazu ängstlich zu spielen. Dies wiederum beeinflusst alle Entscheidungen im Bezug auf die Odds aber auch im Bezug auf die Gegner.

Als Faustregel gilt daher, einen Bankroll zu haben, der dem 20 bis 40 fachem des Buy Ins entspricht. Damit kann man ein MTT entspannt und mit der richtigen Strategie angehen und sich so Stück für Stück weiterspielen.

Das mittlere Stadium mit Bubble Play meistern

Hat man sich in das mittlere Stadium eines Multi Table Poker Turniers vorangekämpft, sind die Blinds ein gutes Stück höher und die Reihen haben sich bereits gelichtet. Und doch gilt es hier, besonnen weiterzuspielen.

Das heißt, man sollte sich nun nicht dazu verleiten lassen, besonders aggressiv oder gar leichtsinnig zu spielen. Meist schaffen es Spieler an diesen Punkt, die einen durchschnittlichen Stack vorweisen können und entweder mit viel Glück oder gut platzierten Wetten weitergekommen sind.

Nachdem nun die Blinds ein Stück höher angesiedelt sind, ist es an der Zeit den Hand Range ein wenig zu lockern und auf diese Weise zu versuchen, den ein oder anderen Blind einzuspielen und dem eigenen Stack zuzuschustern. Für die Erweiterung der Hand Range empfiehlt sich das Hinzufügen von ein oder zwei Händen pro Startauswahl. Dies ist wichtig, da man an diesem Punkt schließlich nicht von den Blinds aufgebraucht werden möchte. Gleichzeit sollte man nun auch schon ein gewisses Gefühl für seine Gegner und deren Spielweise bekommen haben.

Die oben genannte Erweiterung der Hand Range bekommt dabei zunehmend Bedeutung, je näher man an die Bubble rankommt. Ab diesem Zeitpunkt ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann die verbliebenen Teilnehmer damit beginnen, ihre Spielweise dem fortgeschrittenen Stadium anzupassen und das sogenannte Bubble Play anschlagen.

Was sich hier jedoch fast immer feststellen lässt, ist, dass nahezu alle Spieler irgendwann damit beginnen werden, da niemand das Risiko eingehen möchte, so kurz vor dem erhofften Gewinn rauszufliegen. Je nachdem, wie es um den eigenen Stack, das Image und die Gegner steht, sollte man nun selbst daran denken, mit dem Bubble Play zu beginnen.

Als kleiner Denkanstoß sei jedoch gesagt, dass sich an diesem Punkt auch noch eine sehr gute Gelegenheit auftut. Haben die meisten Gegner bereits eine schärfere Spielweise an den Tag gelegt, kann man selbst noch ein wenig abwarten und einen Raise tätigen um noch ein paar Blinds zu stehlen.

Diese Vorgehensweise kann einen lange genug weiterbringen und in die Bubble katapultieren, da viele der Gegner sich nicht selten bei den geringsten Anzeichen von Druck zum Aussteigen bewegen lassen, unabhängig davon, welche Hand sie halten.

Hat man es erst einmal in die Blase geschafft, lassen viele Spieler ein wenig lockerer und schlagen gleichzeitig eine aggressivere Spielweise an. Nun wird es wichtig, sich gute Plätze zu sichern und sein Geld durch Vorteile oder gute Karten zu sichern. Läuft es so, wie man es sich vorstellt, stehen die Chancen nicht schlecht, an den finalen Tisch zu kommen.

Das Spiel am finalen Tisch – MTT Strategien für Profis

Je größer ein Multi Table Turnier beim Online Poker ist, umso schwieriger wird es, an den finalen Tisch zu kommen. Selbstverständlich wäre es nun sehr schön, wenn ich hier Tipps und Ratschläge geben könnte, wie man den Sieg am finalen Tisch schafft, doch leider ist dies sehr stark situationsabhängig.

Sollte man es tatsächlich schaffen, seinen Stack erheblich zu steigern, gilt es jedoch ein paar Dinge zu beachten, je nachdem, wie sich die Gegner verhalten. Vor allem sollte man unbarmherzig sein! Das bedeutet, dass man unerbittlich gegen seine Gegner vorgehen und jede Gelegenheit zu den eigenen Gunsten nutzen sollte.

Die Spots vorsichtig picken und wählen! Am besten wartet man erst einmal ab und sieht sich an, was auf dem Tisch vor sich geht. Hierbei sollte man jedoch beachten, seinen Stack beim gelegentlichen Versuch die Blinds zu kassieren nicht zu verlieren, da die Blinds inzwischen sehr hoch sind.

Zählt man sich selbst zu den durchschnittlichen Stacks, ist dieses Vorgehen nicht empfehlenswert. Hierbei sollte es im eigenen Interesse sein, die größeren Stacks zu meiden, es sei denn, man hat eine sehr gute Starthand bekommen.

Zusammenfassung

Selbstverständlich sind all diese Ratschläge nur Wegweiser und doch haben sich einige als sehr wirksam erwiesen. Dazu zählen, das geringe Einsetzen von Bluffs, das Spielen nur guter Starthände und das Stehlen der Blinds.

Grundsätzlich ist das Ziel für jeden Spieler im eigentlichen Sinne das Gleiche: In die Bubble kommen und es danach an den finalen Tisch schaffen. Beachtet man auch nur einige dieser Tipps, sollte man sich auf jeden Fall in einem fortgeschrittenen Stadium des Turniers wiederfinden!

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