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Bluff-Poker: Lerne wie du beim Poker richtig bluffen kannst!

Guter BluffPoker ist ein Kartenspiel, dass sich großer Beliebtheit erfreut und sowohl im privaten Rahmen zu Hause gespielt wird, als auch in Spielcasinos und speziellen Poker Turnieren angeboten wird.

Die Regeln des Spiels kann man recht schnell erlernen, so dass man sich an Partien mit anderen Spielern beteiligen kann. Wenn es um Pokern geht, wird immer wieder vom Poker Bluff gesprochen. Dabei geht es darum, die Gegenspieler durch verschiedene Tricks  in den Glauben zu versetzen, dass man selbst ein ausgezeichnetes Blatt auf der Hand hat, auch wenn das nicht der Fall ist.

Aus welchen Gründen wird geblufft?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Bluff beim Poker dazu dienen soll, eine vielleicht nicht so gute Starthand in ein Erfolg versprechendes Blatt zu wandeln. Im Einzelnen bedeutet dies, dass man anhand eines Bluffs den Gegner davon überzeugen kann, dass man selbst eine gute Pokerkombination auf den Händen hält. So kann man die Vorgehensweise des Gegenübers beeinflussen, was einem selbst nur nutzen kann.

Einfach gesagt tätigt man bei einem Bluff trotz eines schlechten Blattes einen hohen Einsatz, oder erhöht die Einsätze der anderen. Ziel eines solchen Verhaltens ist es, wenigstens einen der anderen Teilnehmer dazu zu bewegen, auszusteigen, auch wenn dieser ein besseres Blatt auf seinen Händen hält. Dabei spiegelt die Häufigkeit und die Größe des Bluffs wieder, ob sich dies für den Spieler lohnt.

Aus all den vorher genannten Gründen wird der Begriff des Bluffens auch häufig außerhalb des Pokerns benutzt. Hierbei möchte man dann auf den Umstand hinweisen, dass jemand Taten oder eine Vorgehensweise beschreibt, ohne die entsprechenden Kenntnisse zu haben oder auch, wenn es um Drohungen geht, die derjenige, der sie ausspricht nicht durchführen wird.
Für das Bluffen während eines Pokerspiels gibt es verschiedene Vorgehensweisen.

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Mit dem reinen Bluff zum Erfolg

Ein reiner oder auch eiskalter Bluff ist die einfachste Möglichkeit, beim Pokern seinen Gegner zu täuschen. Hierbei erhöht man mit einer schlechten oder aussichtslosen Hand den Einsatz, auch wenn man keine Chance sieht, sich zu verbessern. Entscheidet sich ein Spieler zu diesem Schritt, ist er meist der Ansicht, nur dann den Topf gewinnen zu können, wenn er alle anderen Teilnehmer in die Flucht schlägt, sodass diese aus der Runde aussteigen, also folden.

Die sogenannten Pot Odds bei einem solchen Vorgehen ist das Verhältnis zwischen der Größe dieses Bluffs zum Topf. Auf lange Sicht gesehen kann sich ein solch reiner Bluff nur dann rentieren, wenn die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass der Gegner mitgeht als die Pot Odds für diesen Bluff. An einem einfachen Beispiel erklärt, zeigt sich, was gemeint ist. Sind alle Karten durch den Dealer ausgegeben worden, und man sieht, dass man eine sogenannte drawing busted Hand bekommen hat, also eine Starthand, die für einen Gewinn noch einer erheblichen Verbesserung bedarf, kann man sich an diesem Punkt dazu entscheiden, einen reinen Bluff zu machen.

Dies würde in einem solchen Fall die einzige Chance darstellen, den Topf zu gewinnen. Setzt man hier nun als Einsatz die Größe des Topfes, wird man mit dieser Taktik Erfolg haben, solange die Wahrscheinlichkeit, dass die Gegner mitgehen, geringer als 50 % ist. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass auch der Gegner sich für die Pot Odds entscheiden kann, indem er in Betracht zieht, mitzugehen. Im genannten Beispiel liegen die Pot Odds für den Gegner dann bei 2:1, wenn er sich dazu entschließt mitzugehen. Geht dieser Gegner von einer Mindestwahrscheinlichkeit von 33 % für einen Bluff seines Gegenübers aus, wird er sicherlich bei diesem vermeintlichen Bluff mitgehen.

Wann hat ein Poker Bluff die besten Chancen?

Als erfahrener Spieler weiß man genau den richtigen Moment einzuschätzen, wann Bluffen beim Poker funktionieren kann. Zum großen Teil hängen die Erfolgschancen eines Bluffs beim Pokern davon ab, wie Du Dich im vorangegangenen Spielverlauf verhalten hast.

Ein Spieler, der wiederholt mit einem guten Blatt gewonnen hat, genießt ausgezeichnete Möglichkeiten, bei einem schlechten Blatt mit einem Bluff zu gewinnen, da die Mitspieler schnell bereit sind anzunehmen, dass der Spieler auch dieses Mal wieder ein gutes Blatt auf der Hand hat. Beim Bluffen gilt es, sich in die Mitspieler hinein zu versetzen und vorauszusagen, wie diese sich verhalten werden.

Deshalb ist es auch erfolgversprechender, einen Bluff nur dann einzusetzen, wenn Du nur gegen einen Spieler spielst. Es ist wesentlich schwerer, den Bluff durchzubringen, wenn drei oder vier Gegner am Pokertisch sitzen. Die wichtigste Fähigkeit, die Du zum Bluffen mitbringen solltest, ist das Talent, den Spielablauf genau beurteilen zu können, so dass Du den besten Moment für einen Bluff erkennen und nutzen kannst.

Beim Setzen von Geld Vorsicht walten lassen

Vorsicht bei Geldeinsatz und BluffenAuch wenn das Bluffen beim Pokern eine ausgezeichnete Möglichkeit ist, um beim Spiel dem Glück ein wenig nachzuhelfen, so gilt doch generell, dass nur ein wirklich gutes Blatt sicher ist.

Ein Bluff kann schnell schief gehen und Du kannst dabei viel Geld verlieren. Deshalb solltest Du grundsätzlich nur dann bluffen, wenn der Einsatz das Risiko Wert ist. Das ist meist dann der Fall, wenn der Einsatz besonders hoch ist. Die Spieler sind in solchen Situationen oft besonders nervös und wenn Du selbst in der Lage bist, einen kühlen Kopf zu bewahren, kann der Bluff gelingen.

Bei hohen Einsätzen rechtfertigt der mögliche Gewinn auch das Risiko. Nach Möglichkeit solltest Du Dich beim Bluffen nicht erwischen lassen. Auf diese Weise bleibt Dein Spielimage bestehen und es kann Dir auch später leichter ein neuer Bluff gelingen. Hast Du beim Show Down häufig ein gutes Blatt präsentiert, so ist es naheliegend, dass Dein Gegner auch bei einem Bluff vermutet, dass Du auch dieses Mal ein gutes Blatt auf der Hand hast.

Die Psychologie des Bluffen beim Poker

Ein Bluff ist im Grunde nichts anderes, als die psychologische Beeinflussung des Gegners. Somit zahlt es sich aus, wenn Du Deine Gegner während des Spiels genau beobachtest und versuchst, Ihre Reaktionen zu verstehen. Dabei gilt es herauszufinden, ob dein Gegner annimmt, dass Du bluffst.

Genauso wichtig ist es aber auch abzuschätzen, ob deine Mitspieler bluffen. Obwohl die Menschen natürlich immer wieder auf eine individuelle Weise reagieren und natürlich beim Poker Spiel versuchen, ihre Emotionen so weit wie möglich zu verbergen, gibt es jedoch immer wieder kleine Anzeichen, auf die Du achten solltest.

So kannst Du beispielsweise an der Art, wie ein Spieler seine Chips handhabt, viel über seinen Gemütszustand in Erfahrung bringen. Ein ruhiges Hinlegen der Chips kann auf Selbstsicherheit deuten, während ein Spieler, der die Chips heftig und weit von sich entfernt platziert, möglicherweise einen Bluff zu verbergen sucht.

Körpersprache ist beim Poker, wie in anderen Lebensituationen, oft eine Möglichkeit, um die wahren Gedanken des Mitspielers kennenzulernen. Starke Handbewegungen, ein Zucken in den Augen- oder Mundwinkeln oder Veränderungen in der Atmung können auf Nervosität und mithin auf einen Bluff hinweisen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass man sich selbst ausgezeichnet kontrollieren kann, um dem Gegenspieler keine Möglichkeit zu geben, das eigene Gesicht zu lesen.

Wenn du mit guten Spielern zusammen am Tisch sitzt, lohnt es sich, diese zu beobachten. Du kannst von ihrer Erfahrung immer wieder dazu lernen und dein eigenes Spiel verbessern.

Der Semi Bluff – begrenztes Risiko

Wenn man damit beginnt, die Kunst des Bluffens zu erlernen, kann ein Semi Bluff oft eine ausgezeichnete Weise des Spielens sein. Beim Semi Bluff beginnt man mit einem Blatt, dass sich unter Umständen in eine starke Karte verwandeln kann.

Hältst Du beispielsweise vier Karten der gleichen Farbe in der Hand, ist es durchaus möglich, noch die fünfte Karte aufzunehmen und somit einen Flush zu erzielen. In einer solchen Situation kannst Du zwei Strategien verfolgen. Du kannst sofort einen hohen Betrag setzen und darauf hoffen, dass deine Gegner annehmen, dass Du ein starkes Blatt auf der Hand hast, bei dem es für sie nicht lohnt, mitzugehen. So gewinnst Du den Pot sofort.

Sind Deine Gegner jedoch bereit, die Wette zu halten, hast Du die Chance, die fehlende Karte für den Flush beim nächsten Ziehen aufzunehmen und den Pot auf diese Art zu gewinnen. Somit hast Du, selbst wenn der Bluff fehlschlägt, immer noch eine Gewinnchance.

Im Gegensatz dazu steht der Naked Bluff, bei dem Du ein schlechtes Blatt ohne Gewinnaussicht hast und nur gewinnen kannst, in dem Du Deine Gegner zum Aufgeben bringst. Diese Strategie birgt ein hohes Risiko und sollte so selten wie möglich eingesetzt werden.

Der richtige Moment zu Setzen beim Bluff

Schlechtes Poker BlattBevor Du setzt, solltest Du versuchen abzuschätzen, ob andere Spieler gute Karten haben. Vermutest Du, dass dein Gegner ein starkes Blatt hat, so ist es nicht sinnvoll, allzu hoch zu setzen.

Fallen Deine Einsätze gleichmäßig aus, so gibst Du den Mitspielern zu verstehen, dass Du ein gutes Blatt hast und in jedem Falle einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen versuchst. Du solltest also beim Bluffen die Ruhe bewahren.

Besonders wichtig ist Dein Einsatz bei der River Karte, der immer stark ausfallen sollte. Beobachte auch, welchen Betrag ein Spieler möglicherweise vor Dir gesetzt hat. Ist dieser Betrag klein, ist es möglich, dass Du deinen Kontrahenten mit einem größeren Einsatz aus dem Spiel zwingst.

Hat Dein Gegenspieler aber einen großen Einsatz gemacht, kannst Du annehmen, dass es sich ebenfalls um einen Bluff handelt. Wenn Du in diesem Falle All-in gehst, hast Du die Möglichkeit, einen großen Pot mit deinem eigenen Bluff zu gewinnen.

Du solltest beim Bluffen auch darüber nachdenken, welche Hand Du repräsentieren willst und im Spielverlauf so spielen, als ob Du sie auf der Hand hättest. Zeigst Du Schwächen, so ist eine Große River Wette kaum ausreichend, um deinen Gegner zu überzeugen, dass Du plötzlich ein gutes Blatt hast.

Die besten Tipps beim Bluffen

Es ist immer wieder wichtig zu erwähnen, dass man nur zu wenigen Gelegenheiten bluffen sollte. Nur wenn man den Gegner überzeugen kann, dass man ein wirklich gutes Blatt besitzt, kann der Bluff gelingen. Sind die Mitspieler jedoch daran gewöhnt, dass man hin und wieder blufft, so vermuten sie schneller, dass man schwache Karten hat.

Erstaunlicherweise ist es leichter zu bluffen, wenn man mit erfahrenen Spielern spielt. Neue Spieler konzentrieren sich häufig hauptsächlich auf das eigene Blatt ohne über die Karten der Mitspieler nachzudenken. Sitzt Du an einem solchen Tisch, wo niemand versucht, zu erraten, wie Dein Blatt aussieht, so wird dein Bluff ganz einfach unbemerkt bleiben.

Auch funktioniert das Bluffen oft besser, wenn der Pot, um den gespielt wird, klein ist. Auf diese Weise ist keiner wirklich um den Einsatz besorgt und die Mitspieler sind weniger analytisch im Bezug auf deinen Bluff.

Beim Bluffen solltest Du auch die Erfolgschancen abwägen. Deine Strategie kann nur funktionieren, wenn der Gegner aussteigt. Spielt man mit einer sogenannten Calling Station, einem Spieler, der auch ohne Raises zu machen jeden Flop sehen will, hat man kaum eine Chance, mit dem Bluff durchzukommen

. Spielst Du jedoch gegen einen Spieler, der schon viel in den Pot investiert hat aber nur noch wenige Chips besitzt, hast Du ebenfalls wenig Chancen zu einem Bluff. Es ist unwahrscheinlich, dass ein solcher Spieler sein Blatt foldet, so dass dein Bluff nicht profitabel ist. Zum erfolgreichen Bluffen musst Du also eine ganze Reihe von Aspekten bedenken.

Natürlich ist es immer gut, sich theoretisch mit dem Thema auseinander zu setzen und sich schon vor dem Spiel verschiedene Strategieansätze zu überlegen. Am besten lernt man jedoch durch Übung, die beim Poker, ebenso wie in anderen Disziplinenen, schließlich zur Erfolg führt.

Dabei kann es Dir als Anfänger natürlich oft passieren, dass dein Bluff nicht funktioniert. Dieses Risiko musst Du jedoch in Kauf nehmen, wenn Du das Spiel aus vollen Zügen genießen und deine Gewinnchancen steigern möchtest.

Der richtige Zeitpunkt für einen Bluff ist entscheidend

Möchte man einen Bluff in sein Spiel einbauen, sollte man sich den richtigen Zeitpunkt hierfür sehr gut überlegen. Ein Bluff kann in vielen Situationen sehr hilfreich sein, in anderen jedoch auch genau das Gegenteil bewirken.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Bluff eine weitaus höhere Erfolgschance hat, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner trotzdem mitgeht, sehr niedrig ist. Aus diesem Grund ist bei folgenden Situationen Vorsicht geboten:

  • Je mehr Gegner man durch seinen Bluff zum Aussteigen bringen muss umso geringer sind die Erfolgsaussichten.
  • Auch bei ungünstigen Pot Odds im Vergleich zu den Spielern die mitgehen ist von einem Bluff abzuraten.
  • Kommt eine sogenannte Scare Card ins Spiel, sollte man ebenfalls von einem Bluff absehen.
  • Merkt man anhand des Wetten-Musters des Gegners, dass dieser dasselbe Ziel verfolgt, ist auch Vorsicht geboten.
  • Zeigt das Wetten-Muster des Gegners jedoch an, dass dieser möglicherweise eine sogenannte Rande Hand hat, die verwundbar gegenüber potenziell höheren Händen ist, kann sich ein Bluff lohnen.
  • Genauso verhält es sich, wenn man merkt, dass der Gegner wahrscheinlich eine drawing Hand hat und die Pot Odds schlecht für den Gegner stehen.
  • Einen Bluff gut überlegen sollte man sich auch dann, wenn man Teilnehmern gegenübersitzt, die über mehr Erfahrung verfügen und wirklich gut pokern können.
  • Zu guter Letzt spielt auch die psychische Verfassung des Gegners eine Rolle, da Probleme oder der Druck von Außen die Entscheidungsfähigkeit sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können.
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